Es war so weit… das erste Klantreffen fand statt vom 29.08 – 31.08.2008 und
hier könnt ihr lesen was sich zugetragen hat.
Irgendwann am Sorpesee
Die Eraserhead sind drei Tage wach! “Pille, Palle, alle pralle!” Unter diesem Motto befeierten sechs Eraserhead das erste offizelle Klantreffen am überraschend sonnigen Sorpesee, der sich extra für dieses Wochenende mit Temperaturen um die 30° und einem strahlend blauen Himmel präsentiert. Wir – das waren Logitec, Kassierer, auschelbauschel, Grassithor, Fantatier und BLLTPROOF – konnten das tun, was wir am besten können (außer PS 3 zocken und gleichzeitig kalte Tiefkühlpizza vom Vortag spachteln): Feiern! Und zwar “alle pralle”. Daher lautete folgende Devise für den Konsum von Alkohol:
DRUFF DRUFF DRUFF DRUFF DRUFF!
Der Grassithor hätte womöglich kaum Bier gebraucht. Nach der zehnstündigen Zugfahrt, die ihn von Linz bis nach Düsseldorf gebracht hat, machte er besonders gegen Freitagabend einen recht reservierten, in sich gekehrten Eindruck. Aber das änderte nichts daran, dass er Kasses Tempo zu halten versuchte und somit bei Sonnenuntergang lautstark “Highway to Hell” mit einer unvergleichlich rauen Billy-Loomis-Stimme sang.
Der Rest konnte am ersten Abend so schüchtern sein, wie er wollte – Kassierer ließ keine falsche Scheu zu und demonstrierte mit seinem wunderbar losen Mundwerk, worum es bis Sonntag gehen würde: “Saufen, bis die Kotze sauer schmeckt! FICKEEEEEEEEN!” Also hielten wir alle die Augen offen, ob sich ein weibliches Wesen finden ließe, dass dem Kasse das höchste männliche Glück von Hand besorgen könnte, doch außer Frau Specktitte schienen nur Roudies, Rocker und kleine Kinder hier zu campen; und der mittlerweile voll trunkene Eraserhead-Trupp. Und was eigenete sich Freitagabend besser für uns, als ein richtig männlicher Grillexzess?
Bier, Steaks und Grillsaucen – so sieht Survivalcamping für blasse Zockerkreaturen
wie uns aus.
Doch, das wusste unser alter Hase Logi nicht (den Fanta sich vieeeeel größer und furchteinflößender vorgestellt hatte), die restlichen fünf Eraserheads hatten echte Hummeln im Arsch. Verdammt, sie hatten diese geilen Klan-T-Shirts bestellt, jedes einzelne mit dem Logo und dem Nicknamen versehen, und wollten Logi damit überraschen. Als er sich in die Schwedenhütte verkroch, schien die Zeit gekommen. Wir wechselten unsere Oberteile und setzten uns so unauffällig wie ein wassertrinkender Kassierer neben unseren Leader, der Mühe hatte, dass ihm nicht die Augen aus dem (noch) weißen Kopf fielen: “Ne, oder? Das ist nicht euer Ernst.” Doch, das war es. Und mit viel Bier und in den frischen, bald dreckig verschmutzt und “herb männlich” riechenden T-Shirts ging dieser Abend zuende.
Jedenfalls für alle, bis auf Kassierer. Er genoss es, die im Bett liegenden
Klankammeraden mit Musik, Rülpsern und Furzern wachzuhalten, bis er am frühen Morgen zu ihnen stieß. Und das alles nur, um gegen halb Acht auf der Matte stehen und ersten Körpereinsatz zu fordern. “Warum jetzt schon?”, fragten wir Kasse. “Jungs, es ist Acht Uhr. Ich brauche Bier!”
Nach einem guten Frühstück, das aus Bier für Kasse und Wasser, Brot und Wurst für den Rest bestand, gingen wir den Tag locker wankend mit Fußball und mehreren Erzählrunden an. Schließlich versuchten wir uns daran, unsere Schwedenhütte zu räumen und alles Verderbliche entweder im Kühlfach der Rocker unterzubringen oder in den Schatten der neu aufgeschlagenen Zelte zu lagern, von denen einige als Weltkulturerbe durchgehen könnten. Leider mussten wir die zweite Nacht im Freien verbringen. BLLT schlug zwar vor, in der Hütte eine Papierfahne aufzustellen und so zu tun, als wäre das die Eraserheadbase bei einem CTF, Somerset, 16 Spieler, Einzelschusstötung, Grillschadensmodifikator auf 200%. Doch wir beugten uns dem Gesetz und zogen von dannen.
Als sich Logi für ein Nickerchen zurücklehnte, bereiteten sich die Abenteurer Kasse, Grassi, Fanta und BLLT auf einen Bootstripp über den Sorpesee vor. Von der Rocker-Gruppe ließen wir uns das Boot aufpumpen, dann ging es im prallen Sonnenschein über die Mittagszeit hinaus ins erfrischende Nass auf der Suche nach Piraten, Chimeras und verborgenen Schätzen, die unser Trophäenzocker auschel schon in Uncharted entdeckt hatte.
Doch leider kehrten wir wenig später mit leeren Händen zurück und gesellten uns zu Logi in den nur spärlich vorhandenen Schatten. Ein Mittagessen musste her. Und während sich Grassi, unser begeisterter Feuermeister, eifrig um die Grills kümmerte, bat Logi nach seinem Nickerchen in der Sonne den BLLT, mal seine Sonnenbrille abzunehmen. Dann zeigte sich, was die Sonne mit unseren
blassen Häuten angestellt hatte: knallrote Gesichter, weiße Ringe um die Augen und weiße Balken bis hinter die Ohren.
Spätestens bei Sonnenuntergang zeigte sich, dass es jeden von uns erwischt hatte. Kasse machte sich lauthals lachend über Logis Beine lustig, die schweinchenrosa waren – mit Ausnahme von zwei großen weißen Kreisen unterhalb der Knie. Es ist schon Wahnsinn, wie man eine halbe Stunde darüber lachen kann, aber wir haben es getan. Plötzlich hatten wir alle erstaunliche Ähnlichkeiten mit Mr. Krabs aus der “krossen Krabbe” in Bikini Bottom.
Es wurde Abend, es wurde Nacht und wir genossen die Zeit, die uns vergönnt war, mit einer gesprächigen Männerrunde über allerlei Themen – ja, wir redeten auch ausnahmsweise nicht über PS3, Sony und Trophies. Wir hatten echte Gesprächsthemen, aus dem realen Leben sozusagen. Und besonders Kasse schien ein besonderen Mitteilungsdrang zu verspüren:
Logi?
Ja, Kasse?
Darf ich ganz laut ‘FICKEN’ schreien?
Als ihm dieser Wunsch gewährt worden war und wir die Aufmerksamkeit auf uns gezogen hatten, wollte Kasse noch einen draufsetzen:
Und ‘ANAL’ oder ‘COITUS INTERRUPTUS’?
Hier zog unser (rosa) Kopf der Bande den Sicherheitsfaden und wir ließen den Abend gemütlich ausklingen. Nun ja – fast alle. Kurz nach Mitternacht kehrten Kasse, Grassi und BLLT aus der Rockerrunde zurück, wo ihnen neben interessanten Gesprächsthemen über Exfrauen, Flitterwochen und Bier eine Runde brennender Sambucca angeboten war. Dieser schien bei Kasse noch nachzubrennen, denn als letzter wacher Eraserhead pilgerte er auf eine nahegelegene Betriebsfeier, von der er kurze Zeit später verbannt worden war. Der Grund fand sich, als er später direkt neben BLLTs Zelt mit einem anderen Gast über den Grund seines Serverbanns diskutierte: “Ich habe zu ihm gesagt “Deine Freundin ist auch ganz schön asozial, ne!?”. Sollte ja keine Beleidigung sein.”
Als er dann kurze Zeit später vollständig verbannt wurde und wohl zu müde war, eine neue Gesellschaft aufzusuchen, verkroch er sich fluchend (Arschloch, Wichser, Hurenkinder, Mistkerle,…) bei BLLT im Zelt, wo er den verbalen Kontakt zu den Gästen der Betriebsfeier weiterhin aufrecht erhielt. Sobald ein Gesprächsfetzen an unser Zelt drang, konterte Kassierer mit gewohnt intellektuell anspruchsvoller und sozialverträglicher Art: Ja, aber Hauptsache die Faust im Arsch, du Wichser.” Oder: “Halts Maul, oder ich stopfe es dir, Schwanzgesicht.” Gegen halb vier schritt auschel aus dem Nachbarzelt ein, indem er Kasse ermahnte:
Ruuuuuuuhig, Kasse …
Damit war es getan, Kasse schlief ein und auch BLLT fand etwas Schlaf, als sich die nahe gelegene Betriebsfeier auflöste und er nach einer dicken Kombo Fußtritte und Faustschläge seinen Zeltnachbarn davon überzeugen konnte, das Schnarchen, über das sich die Rocker am nächsten Morgen belustigt unterhielten, zu unterlassen. Doch Schnarchen war etwa zwei Stunden später das kleinere Übel. Denn plötzlich durchschnitt das Geräusch von Würgen, Husten und heftigem Kotzen die idyllische Morgenstille. Auschel erfasste als Sniper die Situation als erster und rief:
Moin Kasse
Kassierer antwortete ihm mit: “BÜÄÄÄÄÄÄÄÄÄH!
Tatsächlich hing der arme Superkasse mit dem Kopf aus dem Zelt und göbelte genau in den Eingang in die Richtung, in der er auch eine unangetaste Flasche Mixbier, die er sich in der Nacht geschnorrt hatte, im hohen Gras als Stolperfalle (improvisierte Claymore, könnte man sagen) hinterlassen hatte.
Frühstück gab es nicht, stattdessen aber Zelte abbauen und Platz räumen. Am frühen Vormittag fanden wir uns in einem nahegelegenen Dorf in einer Bäckerei zum Abschiedsfrühstück zusammen. Alle hatten großen Hunger und wollten sich vor der anstehenden Rückfahrt mit würziger Remoulade, Schinken und Eiern stärken – naja, fast alle. Kassierer ging es gar nicht gut und mehr als ein Mal hörte es sich so an, als würde er der armen Bäckereibesitzerin voll auf die Tischdecke oder an die Scheibe ihrer Theke kotzen. Aber er hielt den einen Bissen, den er an Logis Brötchen getan hatte, bei sich.
So verabschiedeten wir uns wenig später auf dem Parkplatz voneinander – alle gequält von einem mehr oder weniger starken Sonnenbrand und mit den Erinnerungen an ein geiles Wochenende im Gepäck.
“Nächstes Mal wieder!”, gab jeder zu Protokoll und so freuen wir uns auf eine
baldige Wiederholung!
In diesem Sinne: “DRUFF DRUFF DRUFF DRUFF DRUFF!”
Das erste Klantreffen… nicht das die folgenden nicht gut waren…
das erste Treffen hatte was ganz besonders!