Vom 28. – 30.08.2009 waren wir wieder am See…
Back to the Sorp~E~see
Die Eraserhead kehren am Jahrestag des ersten Klantreffens zurück – und zeigen sich in bester Feierlaune!Anreise war am Freitag, den 28. August. Grassithor, bestens bekannt vom ersten Klantreffen, nutzte die Gelegenheit, um von Linz aus mit seinem Höllenstuhl inklusive einem original Resistance-Schutzhelm anzureisen und traf schon relativ früh am Nachmittag an. Kurze Zeit später stießen, unter Aufsicht des Klanleaders Logitec, der dieses Jahr zwei Kästen Bier und eine Schwedenhütte auf seine finanzielle Schippe nahm, Kassierer und Bomml hinzu. Für unseren Wiener war es das erste Mal, doch er genoss die Zeit.
Bevor BLLTPROOF mit dem zweiten Stoßtrupp bestehend aus Fantatier, Christo und Basshunter eintraf, gingen die ersten Vier einkaufen, schließlich musste die Versorgung für das Wochenende her.
Grillfackeln, Grillfackeln, Bier, Grillfackeln, Grillsaucen und ein Paket Krautsalat,
diese Entscheidung sollten wir alle später noch stark bereuen.Als dann endlich
gegen frühen Abend BLLTPROOF mit seinem Offensivtrupp eintraf, konnte der
Grill angefeuert werden.
Augenblick… die zwei Grills. Denn ob man es glaubt oder nicht, einer der Grills
vom letzten Jahr schien tatsächlich überlebt zu haben und wartete auf die
Rückkehr der Eraserhead.
Bei ganz vielen Grillfackeln (Speck und Fett in Grillmarinade um einen Holzspieß gewickelt) kam die erste Nacht und mit ihr eine Menge interessanter Gesprächsrunden. Ach, Scheiße, natürlich nicht: es wurde rückhaltlos getrunken, gebrüllt, dumme Witze über unsere emotionalen Mitmenschen
Was ist ein Emo in einer Flasche? …Wein!
oder
Warum macht ein Emo mit seiner Freundin Schluss? …weil er glücklich war!
und eine Nachtwanderung über den stillen Campingplatz gemacht. Die Eraserhead waren zurück und wir fanden uns gut ein.Spät in der Nacht, als Christo -dessen Pilotensonnenbrille mit seinem Kopf verwachsen zu sein schien-, Kassierer und Grassithor einen Trupp feiernder Handballmädchen (alles, was Zähne hat, ist dem guten Kassierer schon viel zu alt) ausmachten, um dort weiter zu penetrieren, ging der Rest in der ersten Schwedenhütte, die nur zum Nächtigen gedacht war, schlafen.
Hier stellte sich dann heraus, warum Grillfackeln und Krautsalat in Kombination nicht gut für den Verdauungstrakt waren.
„Scheiße, und du lebst noch?“, fragte Logitec irgendwann nicht nur die Anderen, sondern auch sich selbst, als sich die Luft in unserem Schlafgemach mit
grässlich ätzenden Gasen füllte.
Spät, sehr spät, kam auch Grassithor heim; und war als Erster wieder wach. Geschätzte dreizehn Mal stand er auf, schlurfte in die Küche und erbrach sich in aller feinster Kassierermanier in das Spülbecken. Beim letzten Mal hielt es Basshunter nicht mehr aus, sein Magen rebellierte (wie übrigens auch dem BLLTPROOF seiner, der die Ohropax – DANKE GOTT, für diese Erfindung – tiefer in die Ohren steckte) und er rannte hinaus an die frische Luft, um den wunderbaren Würgegeräuschen unseres Ösis zu entgehen.
„Ich dachte schon“, gab der Logitec beim Frühstück zu Protokoll, „Der arme Kasse. Jetzt ist der schon wieder am Kotzen. Dabei war es der Grassi!“
Unglaublich, aber wahr. Kassierer und Christo waren bei den Handballmädchen versumpft, wo Kassierer wieder eine seiner ganz raffinierten Flirtstrategien ausgepackt hatte. „HAND INS GESICHT“, brüllen und die Hand, gemäß dem Lockruf, in das Gesicht des armen, verwirrten Mädchens drücken, bis sie a) keine Luft mehr bekommt oder b) zum Fellatio bereit ist. Nichts von beidem geschah, eine Runde Mitleid für die erfolglosen Jäger.Wir suchten die beiden Frauenhelden am nächsten Morgen in der ersten Hütte, die, gelinde gesagt, WIE SAU aussah. Was war geschehen? Ein Orkan? Eine Invasion der Chinesen? Eine Pornofilm-Orgie? Nein, Kassierer und Christo hatten Fantatiers Kamera und die Selbstauslöserfunktion entdeckt und die ganze Nacht
damit rumgespielt.
Zu Mittag kochten uns Fantatier, Bomml und Logi ein herzhaftes Fünf-Sterne-Ein-Gang-Menü, von dem sogar Grassithor einiges herunterwürgte. Ha ha, „würgte“ – ihr versteht?! Wahrscheinlich tat er es nur aus Mitleid für Bomml, der beim Schneiden einer ganzen Wagenladung Zwiebeln aussah, als hätte er von vielen verbotenen Substanzen zugleich probiert.
Es war Samstag, Nachmittagsbeschäftigung musste her. Also erst mal ein Bier aus dem Kühlschrank holen, doch was ist das: Bierdosen im Tiefkühlfach seit gestern Nachmittag? Wir holten die Eiszapfen heraus und ließen sie in der Sonne auftauen, solange sie uns hold war. Denn leider kamen zwischendurch immer wieder Schauer dazwischen, wegen denen wir auch unser extrem ästhetisches, anspruchsvolles Footballmatch abbrechen mussten, bei dem es zu einem wahrlich historischen Ereignis kam: Der BRÜCKENbau zu Babel. Dieser ergab sich aus der folgenden Situation: Der Football fliegt, und fliegt, und fliegt über uns hinweg immer weiter den Strand entlang und landet „Flatsch“ im Wasser. Nun lag er nicht besonders weit draußen, er hing noch immer in dem Gewirr aus Algen, Schlamm und unidentifizierbaren Flüssigkeiten in der braunen Masse nahe dem Ufer. Unter Leitung von Baumeister Basshunter wurde nun eine Brücke gebaut aus Steinen und Betonklötzen, die immer weiter hinaus in das Wasser gestapelt wurden, damit man darauf gehen konnte. Und siehe, da kam der Logitec, dem diese Scheißidee viel zu lange dauerte, und da wandelte er über Wasser, sackte tief ein, nahm den Football und trug ihn wahrlich hinaus auf das Festland. „Sehet“, sagte er und hob den Football, „hier bin ich wieder mit dreckigen Füßen.“
„Ay“, sagten die Zuschauer und rissen die Brücke zu Babel wieder ein.
Der Abend kam, die beiden Grills wurden wieder angeworfen und ein neuer Running-Gag machte die Runde.
„Oil bi Bäg“
Was wie der Ausdruck für einen doppelten Behälter für Motoröl klingt war das Zitat aus einem Hollywoodstreifen, den wohl jeder kennt: „I’ll be back“, sagte damals Arnold Ösiegger und Grassithor führte vor, wie sich dieser Satz auf ösisch anhörte. Kassierer fand es zu witzig freute sich, seinen Wortschatz um diesen Ausdruck erweitert zu haben und erprobte diese Mundart den ganzen Abend lang. Und die ganze Nacht lang. Und die ganze Rückfahrt lang. Und wenn er nicht gestorben ist – ach, egal!
Es wurden die letzten Fotos geschossen, die Nasszelle in der zweiten Hütte wurde von den wenigen Verwegenen benutzt, denen das Wort „Körperhygiene“ in irgendeiner Art und Weise noch von Bedeutung war, und wieder ging es spät in der Nacht schlafen. Der Sonntag nahte – und damit unser Abschied vom ach so schönen Sorpesee, der dieses Wochenende wieder ganz uns alleine gehört hatte.
Früh morgens um sieben Uhr wurden die Sachen gepackt, denn BLLTPROOF hatte es eilig und mit ihm Christo (der gar nicht einsah, seine Brille irgendwann einmal abzunehmen), Basshunter und Fantatier, die bei Fanta in Paderborn frühstücken wollten. So löste sich auch dieses Jahr eine freundliche, gut gelaunte Zusammenkunft der Könige von Somerset auf und man schwor feierlich „Bis nächstes Jahr“ und „Oil bi Bäg“.
Der Sorpesee hatte seine Ruhe wieder und wir begannen langsam auszunüchtern der Logitec vermisste seinen Campingstuhl, der, hoffentlich so wie der Grill, nächstes Jahr dort sein würde, wenn wir zurückkämen. Denn zuhause warteten Playstation und ausgeglichene Ernährung auf uns, etwas, das wir trotz gegensätzlicher Andeutungen in diesem Bericht nicht verlernt hatten.
Zurück in die Zivilisation und bis nächstes Jahr, Eraserhead!